Freitag, 18. Oktober 2019, 10.20 Uhr

Niederlage zum Saisonauftakt

Am Samstag 12.10.19 stand das erste Saisonspiel für das Herren 1 auf dem Programm. Die Saison begann so, wie die letzte aufgehört hat: Mit einem Spiel gegen Amriswil. Leider war auch das Ergebnis, egal ob gegen die erste Mannschaft im letztjährigen Cupfinal oder gegen die zweite Mannschaft in der NLB-Meisterschaft, fast das gleiche. Das Team aus der Ostschweiz setzt sich durch.

Die Zürcher gingen mit dem starken zweiten Platz in der letztjährigen NLB-Saison als Favorit auf dem Papier in dieses Spiel. Doch ob sie diese Favoritenrolle wirklich wahrnehmen können, wusste vor dem Spiel niemand so genau. Die Wechsel im Team der Zürcher hatten natürlich einen grossen Einfluss auf den Spielaufbau der Zürcher. Insbesondere war nicht klar, wie schwer der Abgang von Passeur Fabian Perler ins Gewicht fällt. Nichtsdestotrotz peilten die Zürcher in der brandneuen Tellenfeld-Halle in Amriswil einen Auswärtssieg an.

Gegen die junge und talentierte Mannschaft aus der Ostschweiz stellte sich das erwartet enge Spiel ein. Kein Team setzte sich während dem Spiel richtig ab und doch rannten die Zürcher die meiste Zeit über einem kleinen Rückstand von 2-3 Punkten hinterher. Die Amriswiler ihrerseits waren bis in die Haarspitzen motiviert und gaben keinen Ball verloren. Mit ihren teilweise starken Services, ihrem hohen und stabilen Block und der starken Verteidigungsleistung waren die jungen Amriswiler jederzeit bereit um ein Minibreak zu erspielen. Die Zürcher ihrerseits konnten ihre Chancen, die durchaus da gewesen wären, nicht nutzen. Gerade bei den längeren Ballwechsel merkte man den Unterländern an, dass die Abstimmung beim Favoriten noch nicht immer stimmt. So ging der erste Satz knapp mit 25:22 durch.

Die Zürcher waren überzeugt, dass mit ein paar kleinen Anpassungen die Wende möglich ist. Coach Lucian Jachowicz meinte während dem Satzwechsel: "Wenn wir in den längeren und unübersichtlichen Situationen die Ruhe bewahren und punkten können, gewinnen wir dieses Spiel 3:1." Leider gelang es den Zürchern auch im zweiten Satz nicht diese kleinen Unsicherheiten besser zu kaschieren. Wieder siegten die Jungen aus der Ostschweiz relativ knapp mit 25:21.

Die von Jachowicz vor dem Spiel gelobte grössere Kaderbreite wurde nun im dritten Satz vollständig ausgenutzt. Mit Häring, Wachter, Brander und Schlatter sassen im dritten Satz vier Akteure auf der Bank, die den ersten Satz noch begonnen hatten. Die neuen 6 Spieler auf dem Feld mit Clavadetscher, Bienz, Schatzmann, Hindrichs, Gahr und Walser zeigten eine Leistungssteigerung und konnten sich im dritten Satz sogar 2 Satzbälle beim Stand von 24:22 erspielen. Doch leider klappte es zu diesem Zeitpunkt nicht, die letzte Konsequenz an den Tag zu legen. So eroberte sich Amriswil mit vier Punkten in Serie auch den dritten Satz.

"Die Arbeit geht uns nicht aus", meinte Jachowicz nach dem Spiel zu Captain Gahr. Es gibt definitiv noch Bedarf an der Abstimmung und der letzten Konsequenz bei allen Aktionen. Das neue Team braucht noch ein wenig Zeit, um die neuen Rollen der einzelnen Spieler im Team genauer zu definieren und um das Maximum aus dem zweifelsfrei vorhandenen Potential dieser Mannschaft herauszuholen. Die nächste Chance gibt es bereits nächstes Wochenende mit einem Doppelwochenende.

Volley Amriswil II - VBC Züri Unterland 3:0 (25:22, 25:21, 26:24).

VBC Züri Unterland: Häring; Brander, Gahr, Schlatter, Wachter, Bienz - Libero: Back, Fotsch - Einwechslungen: Schatzmann, Walser, Clavadetscher, Hinrichs.

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