Mittwoch, 30. Oktober 2019, 08.38 Uhr

3-Satz-Niederlage gegen den Aufsteiger

Am Samstag gab es in der Ruebisbachhalle in Kloten bereits die zweite Niederlage der Zürcher gegen einen Aufsteiger in dieser Saison. Die St. Galler sind zwar auf dem Papier ein Aufsteiger und Neuling in der Liga, bringen jedoch mit ihren Spielern sehr viel Erfahrung mit. So sind die wichtigen Aussen- resp. Diagonalpositionen der St. Galler durchgehend mit ehemaligen NLA-Spieler aus den Spitzenteams Näfels und Amriswil besetzt. Dementsprechend wundert es auch nicht, dass die St. Galler bereits vor dem Spiel am Samstag an der Spitze der Tabelle standen und diese auch verteidigen konnten.

Die Zürcher waren entsprechend gewarnt und motiviert, um wie vor Wochenfrist gegen Volero Zürich erneut gegen einen starken Gegner zu punkten. Coach Lucian Jachowicz trainierte während der Woche einige spezifische taktische Elemente, welche die Zürcher Spieler gegen St. Gallen anwenden wollten. Doch leider klappte das Umsetzen der eingeübten Taktiken nicht wie geplant. Die Unterländer hatten Mühe mit einem sauberen Aufbau. Dementsprechend waren ihre Angriffe einfach auszurechnen und wurden vom St.Galler Block Mal für Mal entschärft. So resultierte im ersten Satz ein früher Rückstand von einigen Punkten. Diesem Rückstand rannten die Zürcher dann die ganze Satzdauer über nach. Es gelang den Hausherren zwar immer wieder ein paar Punkte aufzuholen, wenn sie die vorgegebene Taktik konsequent umsetzten und konzentriert agierten. Doch auf solche guten Phasen folgten immer auch Phasen, in welchen sich viele unnötige Fehler einschlichen. Dementsprechend ging der erste Satz mit 20:25 an die Gäste.

Der Coach der Unterländer versuchte mit diversen Spielerwechseln das Team zu stabilisieren. Leider gelang dies nicht wie erhofft. Zwar war Licka, der nach einer längeren Ferienabwesenheit zurück ins Team kam, eine Verstärkung und half das Spiel der Unterländer insgesamt zu ordnen. Doch er alleine konnte nicht alle Ungenauigkeiten im Zürcher Spiel kaschieren. Auch im zweiten Satz gab es dementsprechend einige Punkteserien der Ostschweizer, die den Zürchern einen Satzgewinn verunmöglichten (22:25).

Weiter ging es im dritten Satz mit einem richtig schwachen Start. Statt einer Steigerung im Vergleich zu den beiden ersten Sätzen machten die Hausherren noch mehr Fehler zu Beginn dieses Satzes. Dementsprechend leicht war es für die St. Galler zu Punkten zu kommen und einen grossen Vorsprung zu erspielen. Es ist nicht so, dass die Ostschweizer wie aus einem Guss gespielt hätten, doch sie agierten insgesamt cleverer und weniger fehleranfällig. Der grosse Rückstand der Zürcher liess sich auch mit zunehmender Dauer des Satzes nicht mehr korrigieren und entsprechend verloren die Hausherren auch diesen Satz mit 20:25.

"Heute konnten wir das von uns Vorgenommene nicht umsetzen. Wir hatten kein Feuer und verloren zu schnell die Nerven, wenn etwas nicht auf Anhieb funktionierte", meinte ein entäuschter Schlatter nach dem Spiel. "In den nächsten Wochen stehen nun drei Spiele gegen die Teams aus den hinteren Tabellenregionen an. Da müssen wir abgeklärter agieren", schaute er nach dem Spiel bereits auf die folgenden Partien voraus. Am nächsten Sonntag spielen die Unterländer gegen den 6. Platzierten Schönenwerd.

VBC Züri Unterland - STV St. Gallen 0:3 (20:25, 22:25, 20:25). VBC Züri Unterland: Clavadetscher; Brander, Gahr, Schlatter, Walser, Hinrichs - Libero: Back, Fotsch - Einwechslungen: Häring, Schatzmann, Bienz, Licka.

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