Montag, 04. November 2019, 14.41 Uhr

3:0-Auswärtssieg gegen Schönenwerd

"Wir müssen heute alles mobilisieren, wenn wir in die Playoffs wollen. Ein Sieg ist Pflicht. Ansonsten wird es ganz schwer", war die klare Vorgabe von Coach Lucian Jachowicz vor dem Spiel. Die Zürcher haben in der letzten Woche in den Trainings intensiv an einigen Punkten gearbeitet, die im Spiel gegen die St. Galler nicht geklappt haben. Insbesondere der Angriff/Block nach ungenauen Annahmen resp. Zuspielen wurde fokussiert trainiert. Die Gäste aus Zürich wollen in diesen Situationen nicht mehr so viele Eigenfehler machen, wie noch im Spiel vor Wochenfrist gegen die Ostschweizer.

Die Zürcher überzeugten gleich in der Startphase mit einer reduzierten Fehlerquote. Sie erspielten sich einen Vorsprung von einigen Punkten. Insbesondere die Erfolgsquote nach längeren Ballwechseln lag an diesem Match einiges höher als noch vor Wochenfrist. Doch alles lief noch nicht wie aus einem Guss. Die jungen Solothurner steigerten sich allmählich und konnten zur Satzmitte ausgleichen. Das Timeout des Zürcher Coachs Jachowicz nach dem Ausgleich der Schönenwerder zeigte jedoch Wirkung: Danach folgte eine lange 10-punktige Serviceserie von Nick Bienz, der an diesem Sonntag allgemein eine starke Partie spielte. Damit war natürlich die Differenz geschaffen. Die Zürcher gewannen diesen Satz mit 25:19.

Der zweite Satz war wie der erste Satz bis Mitte des Satzes noch ausgeglichen. Doch die Verletzung des Passeurs der Schönenwerder nach 12 gespielten Punkten im 2. Satz beendete diese Ausgeglichenheit. Wieder war auf Zürcher Seite in dieser Phase vor allem ein Spieler, der mit starken Services, den gegnerischen Aufbau stark erschwerte und somit seinen Mitspielern die Möglichkeit gab, einfache Punkte zu erspielen. In diesem Satz servierte Michael Brander sieben Mal in Folge und sorgte so für die Zäsur (25:12)

Nach diesen zwei locker gewonnen Sätzen folgte wie häufig im Volleyball der schwierigste Satz. Auf der einen Seite agierten die Gäste wesentlich weniger überzeugend und auf der anderen Seite steigerten sich die jungen Schönenwerder, angestachelt durch die zwei hohen Satzverluste, nochmals. Der dritte Satz war dementsprechend ein stetes Auf und Ab der beiden Teams. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass am Ende eine kleine Aktion über Satzgewinn resp. -verlust entscheidet: Der Zürcher Unterländer Zuspieler Clavadetscher erzielte mit seinem schönen Einzelblock beim Stand von 24:23 den letzten Punkt des Satzes und entschied somit das Spiel.

Nach diesen weiteren 3 Punkten stehen die Zürcher weiterhin auf dem 5. Platz der Tabelle. Gegen die punktgleiche, viertplatzierte Mannschaft aus Wetzikon spielen die Zürcher in zwei Wochen. Dieses Spiel wird wohl die Vorentscheidung über die Teilnahme in den Playoffs sein. Nächste Woche steht aber zuerst noch das Spiel gegen die noch sieglosen Winterthurer an. Hier ist ein Zuwachs auf dem Punktekonto der Unterländer Pflicht.

Volley Schönenwerd II - VBC Züri Unterland 0:3 (19:25, 12:25, 23:25). VBC Züri Unterland: Clavadetscher; Brander, Gahr, Schlatter, Schatzmann, Bienz - Libero: Back- Einwechslungen: -

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