Freitag, 15. November 2019, 09.28 Uhr

3:0-Sieg im Derby gegen Winterthur

Das Duell gegen die Eulachstädter war insbesondere für Schatzmann und Walser eine spezielle Angelegenheit. Sie wechselten auf die Saison 19/20 von Winterthur nach Kloten. "Diese beiden Jungs brauchen sicher keine Extramotivation für dieses Spiel", meinte deshalb Coach Jachowicz. Auch der Rest des Teams schien an diesem Samstag keine spezielle Motivationsrede nötig zu haben: Zu eng und hitzig waren die Duelle gegen den Kantonsrivalen in den letzten paar Saisons.

Die Unterländer starteten an diesem Samstagnachmittag mit Schatzmann und Walser auf der Aussenposition. Der sonst gesetzte Captain Gahr war nach einem Schlag gegen den Knöchel im Training noch leicht angeschlagen und wurde vorerst geschont. Mit den beiden erfahrenen ehemaligen Winterthurer Spielern stand natürlich auch viel Know-How über die Stärken resp. Schwächen der ehemaligen Teammitgliedern auf dem Feld. Die Klotener starteten denoch nicht optimal ins Spiel. Die eigenen Side-Outs brachte man zwar meistens problemlos durch, doch die erspielten Chancen auf Minibreaks liessen die Klotener ungenutzt verstreichen. Nach dem frühen Timeout beim Stand von 6:9 und der Ermahnung von Coach Jachowicz, dass die vorgängig besprochenen taktischen Inputs doch bitte auch umzusetzen seien, lief es langsam besser. Mit mehr Geduld und besserer Erfolgsquote bei den Minibreakchancen glichen die Klotener die Partie wieder aus und überholten gar die Winterthurer. Als die Hausherren erst einmal in Führung lagen, spielten sie immer souveräner und sicherten sich so den ersten Satz mit 25:19.

Der zweite Satz war souveräner. Gleich zu Beginn des Satzes setzten sich die Klotener ab und liessen die Eulachstädter verzweifeln. In diesem Satz lief es wie aus einem Guss. Die Hausherren hatten in dieser Phase eine stabile Annahme, ein gut funktionierendes Block-Verteidigungssystem und sie waren den Gästen in den meisten Momenten gedanklich einen Schritt voraus. So war es relativ schnell klar, dass dieser Satz im Unterland bleibt (25:17).

Wie schon vor einer Woche in Schönenwerd bäumte sich derjenige Gegner, der mit 2:0 in Rückstand war, im dritten Satz nochmals auf. Dies führte zusammen mit einer gewissen Nachlässigkeit der Klotener zu einem deutlich ausgeglicheren Spiel im dritten Umgang. Doch schlussendlich fing sich das Heimteam wieder und krallte sich auch den dritten Satz und somit den nächsten 3:0-Erfolg. Es wurde heute nie richtig eng. Dies meinte auch Walser nach dem Spiel: "Trotz der speziellen Angelegenheit wurde es nie richtig emotional und hitzig. Das Resultat und der Spielverlauf waren zu einseitig." Es scheint, als würde die Abstimmung der Flughafenstädter immer besser stimmen und sie immer häufiger ein druckvolles Spiel aufziehen können. Dies ist sicher wichtig für die kommenden heissen Partien.

Mit diesem klaren Sieg und der gleichzeitigen Niederlage von Wetzikon schoben sich die Zürcher Unterländer wieder vor die Zürcher Oberländer. Am nächsten Samstag kommt es zum direkten Duell gegen Wetzikon. In diesem Duell wird bereits entschieden wie es für die beiden Teams in der weiteren Qulifikationsphase weiter geht. Mit einem Sieg würde der Vorsprung auf die Playoutplätze bereits auf sechs Punkte ansteigen.

VBC Züri Unterland - VC Smash Winterthur 3:0 (25:19, 25:17, 25:20). VBC Züri Unterland: Clavadetscher; Brander, Walser, Schlatter, Schatzmann, Bienz - Libero: Back- Einwechslungen: Gahr. 

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