Sonntag, 17. November 2019, 20.08 Uhr

3:0-Auswärtssieg gegen die Zürcher Oberländer

Vor einem Jahr gab es im Zürcher Oberland einen engen Fight zwischen den Klotenern und den Wetzikern mit dem glücklicheren Ende für die Unterländer. "Eigentlich hätten wir dieses Spiel vor einem Jahr verlieren oder zumindest einen Punkt abgeben sollen. Wir hatten viel Glück mit dem Schiedsrichter und konnten uns über die Ziellinie retten", warnte Coach Jachowicz seine Spieler vor dem Match insbesondere vor den Kämpferqualitäten der Wetziker. Die Vorzeichen deuten in dieser Saison ebenfalls auf ein enges Spiel hin: Wetzikon und Kloten sind direkte Tabellennachbaren. Die beiden Teams lagen vor dem Spiel nur drei Punkte in der Tabelle auseinander. Doch durch die Verletzung von Diagonalspieler Gautschi im Spiel gegen Amriswil verloren die Hausherren aus dem Zürcher Oberland einen äusserst wichtigen Spieler. Dementsprechend startete das Heimteam leicht handicapiert in diesen kapitalen Match, der darüber bestimmen wird, ob es eine Zäsur in der Tabelle gibt oder nicht.

Die Unterländer waren sich der Brisanz der Ausgangslage durchaus bewusst und starteten dementsprechend konzentriert in diese Partie. Der bei den Unterländern bestens bekannte Coach der Hausherren Ernst Rüdisüli sah sich früh gezwungen die beiden Timeouts zu nehmen. Doch auch mit diesen taktischen Massnahmen gelang es den Wetzikern nicht besser ins Spiel zu kommen. Die Klotener ihrerseits spielten taktisch clever und nutzten die Schwächen des Gegners eiskalt aus. Insbesondere der Neo-Klotener Zuspieler Clavadetscher mit langjähriger Wetziker Vergangenheit zeigte ein starkes Spiel und kreierte immer wieder vorteilhafte Situationen für seine Angreifer. Der Satzgewinn der Unterländer stand eigentlich nie zur Debatte, auch wenn die Gäste gefühlte 5 Satzbälle brauchten, bis der Satz endlich im Trockenen war.

Der zweite Umgang war dann eine klare Machtdemonstration des letztjährigen Cupfinalisten: Die Angriffe der Gäste funktionierten einwandfrei auf allen Positionen, Clavadetscher konnte das Spiel schnell machen, die Block und Verteidigungsarbeit war äusserst solide und mit Brander hatten die Unterländer zusätzlich einen bestens aufgelegten Aufschläger in ihren Reihen. Dementsprechend war das Verdikt klar. Gleich mit 25:11 gewannen die Unterländer diesen Satz.

Jachowicz warnte vor dem dritten Satz davor, dass sich seine Spieler nicht auf den Lorbeeren ausruhen dürften. Er befürchtete wohl eine ähnlich knappe Angelegenheit wie gegen Schönenwerd vor zwei Wochen im dritten Satz. Doch seine Schützlinge strapazierten die Nerven ihres Coaches diesmal nicht. Sie spielten zwar nicht mehr ganz so dominant wie im zweiten Satz, doch mit einigen unglaublichen Verteidigungsaktionen brachten die Unterländer die Oberländer Angreifer zur Verzweiflung. An diesen Aktionen war insbesondere der Klotener Libero und Verteidigungsminister Back massgeblich beteiligt. Er zeigte in der tiefen und engen Halle eine starke Partie und meinte nach dem Spiel trocken auf die besondere Situation in dieser Halle: "Flach gespielt - hoch gewonnen." Ein treffendes Zitat für ein Spiel wie aus einem Guss der Unterländer, die auch den letzten Satz klar mit 25:16 gewannen. Mit diesem Sieg beträgt der Vorsprung der Unterländer nun mindestens 6 Punkte auf einen Nicht-Playoff-Platz.

Am Donnerstag gastiert der Tabellenzweite Amriswil in Kloten. Mit diesem Gegner haben die Unterländer noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen. Man darf gespannt sein, ob sich die jungen Ostschweizer wieder so klar durchsetzen können oder ob die Unterländer zu einer Reaktion fähig sind.

VBC Wetzkon - VBC Züri Unterland 0:3 (20:25, 11:25, 16:25). VBC Züri Unterland: Clavadetscher; Brander, Gahr, Schlatter, Schatzmann, Bienz - Libero: Back. Einwechslungen: Wachter. 

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