Montag, 02. Dezember 2019, 12.25 Uhr

Zwei Siege für das Herren 1

Am Samstag stand bereits das Rückspiel im Nachbarschaftsderby gegen Volero Zürich an. Die Unterländer hatten das Hinspiel im Oktober knapp mit 3:2 gewonnen und erwarteten eine starke Reaktion der Spieler aus der Limmatstadt. Dementsprechend stellten sie sich auf eine harte Partie ein. Ausserdem durfte man gespannt sein, wie gut die Unterländer die Absenz des normalerweise zuverlässigen Scorers Michael Brander auf der Diagonalposition verkraften können.

Die Antwort auf diese Frage kann ich bereits vorwegnehmen. Das mittlerweile gefestigte Zürcher Unterländer Team kann diese Absenz gut verkraften. Im Vergleich zum erfolgreichen Spiel gegen Amriswil spielte wieder Gahr auf der Diagonalposition. Dafür rückte Licka auf der Aussenposition nach und zeigte besonders zu Beginn eine starke Leistung. Die Gäste aus dem Unterland waren bestrebt die Schwächen und die Unsicherheiten des Heimteams konsequent auszunutzen. Insbesondere wollten sie die grössere Ausgeglichenheit auf allen Postionen ausnutzen und den von Coach Jachowicz viel zitierten Mismatch auf der Mitteposition ausnutzen. Der stark aufspielende Clavadetscher am Pass zog ein sehr variantenreiches Angriffsspiel auf und spielte den gegnerischen Block Mal für Mal aus. Die Gäste spielten wie aus einem Guss: Die Annahme und Verteidigung, die von Verteidigungsminister Back perfekt orchestriert wurde, die gute Passverteilung, die den Unterländern Angreifer das Leben massiv erleichterte, die cleveren Angriffe, die insbesondere mit einer hohen Effizienz und eine tiefen Fehlerquote überzeugten, und auch die Blocktaktik, die von Coach Jachowicz vorgegeben wurde, funktionierte einwandfrei. Dementsprechend souverän agierten die Gäste aus dem Unterland und liessen dem Heimteam nie die Möglichkeit mehr als zwei Minibreaks in Serie zu machen.

So verlief das Spiel sehr einseitig. Im ersten Satz gingen die Unterländer früh in Führung und bauten diese kontinuierlich aus. Zum Schluss resultierte ein klares 25:20. Der zweite Umgang war einiges enger. Die Gäste konnten den eingehandelten Rückstand erst kurz vor Satzende ausgleichen. Es wurde ganz knapp. Doch am Ende setzten sich die Flughafenstädter mit 28:26 durch. Mit diesem Satzgewinn war der Widerstand des Heimteams vollständig gebrochen und die Unterländer holten sich den dritten Umgang ungefährdet mit 25:19.

Nach diesem moralisch wichtigen Sieg und dem Gewissen, dass der Vorsprung auf einen Nicht-Playoff-Platz auf 12 Punkte anwuchs, ging es gleich am Sonntag weiter mit der ersten Cuprunde für die Zürcher. Gegner in der 5. Cuprunde war der VBC La Côte aus Gland am Genfersee. Die Mannschaft spielt in der 2.Liga. "Das wird ein unbequemes Spiel", warnte Jachowicz sein Team vor dem Match. Er sollte Recht behalten. Der Underdog, der mit einigen ehemaligen NLB und NLA-Spielern aus der Umgebung gespickt war, spielte solide und hielt mit dem vorjährigen Cupfinalisten mit. Wobei "mithalten" untertrieben ist: Das Heimteam holte sich sensationell den ersten Satz mit 26:24. Die Reaktion des Favoriten im zweiten Satz war zu erwarten, fiel aber weniger deutlich aus als man sich vorstellen könnte. Diesen Satz gewannen die Zürcher mit 25:19. Auf einem überaus glücklichen 2.Satzgewinn für die Deutschschweizer mit 28:26 folgte im vierten Satz endlich ein einigermassen klares 25:17 zum Matchgewinn. "Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei", meinte ein erleichterter Clavadetscher nach dem verknorzten aber letztendlich siegreichen Auftritt in der Westschweiz. In der nächsten Runde wartet nun Einsiedeln auf die Zürcher.

VBC Volero Zürich - VBC Züri Unterland 0:3 (20:25, 26:28, 19:25). VBC Züri Unterland: Clavadetscher; Licka, Gahr, Schlatter, Walser, Bienz - Libero: Back- Einwechslungen: Schatzmann.

VBC La Côte - VBC Züri Unterland 1:3 (26:24, 19:25, 26:28, 17:25). VBC Züri Unterland: Clavadetscher; Schatzmann, Gahr, Hinrichs, Walser, Bienz - Libero: Fotsch- Einwechslungen: Schlatter. 

Sponsoren