Dienstag, 14. Januar 2020, 10.33 Uhr

Die Kaderbreite ist Trumpf

"Wir haben ein grosses und eindeutig viel ausgeglicheneres Kader als letzte Saison. Während der langen Saison sind wir jedoch auf jeden Spieler angewiesen", betonte Lucian Jachowicz während der Vorbereitung immer wieder. Dass dies nicht nur leere Worte sind, sondern es tatsächlich so ist, zeigte sich wieder einmal eindrücklich im Spiel auswärts in Winterthur. Die Eulachstädter liegen zwar am Tabellenende, haben jedoch immer wieder Favoriten aus der oberen Tabellenhälfte Punkte abgeluchst. Entsprechend nahmen die Unterländer, die immer noch um den zweiten Platz in der Tabelle kämpfen, das Spiel auch sehr seriös.

Coach Jachowicz setzte im ersten Satz auf eine erfahrene und eingespielte Truppe. Mit Brander, Gahr, Bigger, Schlatter und Back waren fünf Spieler, die seit Jahren zum Stamm des Herren 1 gehören, auf dem Platz. Dazu spielten die ebenfalls erfahrenen Spieler Schatzmann und Clavadetscher. Doch irgendwie lief das Spiel der Unterländer nicht nach Wunsch: Zu viele leichte Fehler, wenig Druck am Service und Probleme bei der Abstimmung führten dazu, dass sich überraschenderweise das Heimteam den ersten Satz relativ klar mit 25:21 sichern konnte.

Die Reaktion auf den Satzverlust war deutlich: Coach Jachowicz stellte die Aufstellung nach dem ersten Satz komplett um und setzte nun auf die durchschnittlich jüngeren Spieler Häring, Hinrichs, Bienz, Licka und Walser. Einzig Captain Gahr und Libero Back blieben im Vergleich zum Startsatz in der Startaufstellung. Angeführt vom stark aufspielenden Häring am Pass, der mit variantenreichem Spiel immer wieder den gegnerischen Block ausspielte, und Gahr, der nun auf der Diagnoalposition regelmässig punktete, nahm das Spiel der Gäste langsam fahrt auf. Die Eulachstädter ihrerseits bauten kontinuierlich ab und hatten mit zunehmender Dauer der Partie immer mehr Mühe mit den aggressiveren Services der Klotener. So kam es, wie sich die meisten dieses Spiel vorgestellt hatten: Die Herren des VBC Züri Unterland spielten wie aus einem Guss und Winterthur hatte in den Sätzen zwei bis vier keine Chance mehr auf einen Satzgewinn (17:25, 12:25, 12:25).

Nach diesem Sieg und der gleichzeitigen Niederlage von Amriswil liegen die Klotener auf dem zweiten Platz. Diesen zweiten Platz gilt es im letzten Spiel der Vorrunde gegen Wetzikon am kommenden Sonntag zu verteidigen, so dass die Unterländer die Playoffrunde mit 2 Zusatzpunkten in Angriff nehmen können.

VC Smash Winterthur - VBC Züri Unterland 1:3 (21:25, 25:23, 23:25, 25:20, 16:14). VBC Züri Unterland: Clavadetscher; Brander, Gahr, Bigger, Schatzmann, Schlatter- Libero: Back - Einwechslungen: Walser, Häring, Hinrichs, Bienz, Wachter, Fotsch, Licka.

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