Mittwoch, 05. Februar 2020, 10.28 Uhr

Gelungener Start in die Aufstiegsrunde

An diesem ersten Februarwochende standen den Zürcher Unterländern zwei Teams aus der Westschweiz gegenüber. Am Samstag hiess der Gegner Lausanne und dieser Gegner kam mit der hervorragenden Saisonbilanz von zwölf Siegen aus zwölf Spielen in die Ruebisbach-Halle. Die Waadtländer mussten in der gesamten Qualifikationsphase nur gerade vier Sätze abgeben.

Die Zürcher waren entsprechend gewarnt und starteten äusserst konzentriert in die Partie. Alles was die Zürcher versuchten klappte auf Anhieb. "So ein überzeugender Start habe ich uns selbst nicht zugetraut. Das lief wirklich wie aus einem Guss", meinte Aussenangreifer Schatzmann nachdem die Zürcher den Startsatz mit 25:13 klar dominierten und fügte an: "Hoffentlich haben wir nicht schon jetzt das ganze Pulver in nur einem Satz verschossen."

Er hatte nicht ganz unrecht mit seiner Vermutung, dass es nicht die ganze Zeit so weitergehen konnte. Die Lausanner, die mit vielen routinierten Spielern antraten, kamen nach und nach besser ins Spiel und zeigten wieso sie die Westgruppe so klar dominierten: Eine bestens organisierte Abwehr, ein guter Block und viel Power über die Aussenpositionen beim Gegenangriff liessen die Zürcher Angreifer immer wieder verzweifeln. Es war teilweise als spiele man gegen eine Gummiwand. Scheinbar alle Bälle kamen mit viel Druck zurück. So sicherten sich die Gäste aus der Westschweiz die Sätze 2 und 3.

Doch auch die Zürcher haben ihre Stärken. Insbesondere wenn der Service funktioniert und dadurch Standard-Situationen geschaffen werden, die das Heimteam im Vorherein genau analysiert hat. Die Zürcher wussten dann schon ein wenig früher was passieren wird und konnten ihrerseits mit einer soliden Block- und Defense-Arbeit viele Angriffsbälle entschärfen. Der Gegenangriff funktionierte nun im 4. Satz wieder hervorragend und die Unterländer sicherten sich den so wichtigen vierten Satz. Im anstehenden Tie-Break agierten die Zürcher sehr souverän und krallten sich den Extrapunkt.

 

Mit den zwei am Samstag erspielten Punkten im Gepäck, gut gefüllten Bäuchen vom traditionellen Fondue-Essen nach dem Samstags-Match und Appetit auf weiteren Zuwachs auf dem Punktekonto traten die Zürcher 24 Stunden später zum nächsten Heimspiel gegen Servette Star Onex an. Die Calvinstädter waren in der Westgruppe das zweiterfolgreichste Team. Dementsprechend sollten die Unterländer eigentlich wissen was auf sie zukommen wird.

Doch irgendwie kam die Message von Coach Lucian Jachowicz, der vor dem Spiel genau davor gewarnt hatte, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen, bei den Spieler nicht komplett an: Nach sehr gutem Start des Heimteams kamen die Gäste immer besser in Fahrt und überholten die Zürcher noch. Die Zürcher liessen sich unnötigerweise noch die Butter vom Brot nehmen und konnten eine zeitweise Führung von fünf Punkten nicht ins Trockene bringen.

Nach dem Satzverlust war es definitiv allen klar, dass auch am Sonntag hart gearbeitet werden muss, um weitere Punkte in der Tabelle zu erspielen. Vor allem die unnötigen kleinen Eigenfehler gegen Ende des Startsatzes sollten unbedingt vermieden werden. Die Zürcher starteten entsprechend entschlossen in den zweiten Satz und agierten nun deutlich souveräner. Luc Häring am Pass bediente die Angreifer Mal für Mal gekonnt und verhalf ihnen immer wieder zu Situationen, in welchen sie auf Grund des ausgespielten Blockes zu einfachen Punkten kamen. Zudem unterliefen den Unterländern in diesem Satz nun deutlich weniger unerzwungene Fehler und sie sicherten sich den Satz klar mit 25:16.
Die folgenden zwei Sätze ähnelten zum Glück dem zweiten und nicht dem ersten Satz. Die Zürcher gingen jeweils früh in Führung und der Druck war deshalb vornehmlich auf Seiten der Genfer. Stets mit einer kleinen Führung und einer taktisch überlegten Servicestrategie lässt es sich danach verhältnismässig leicht aufspielen. Die Sätze Nummer acht und neuen des Wochenendes gingen ans Heimteam und die Zürcher sicherten sich so drei weitere Punkte in der Aufstiegsrunde.

Nach zwei Spielen grüssen die Klotener vom zweiten Platz. Sie haben zwar noch ein Spiel mehr als die meisten Konkurrenten, zeigten dennoch mit zwei Spielen gegen starke Konkurrenten, dass sie im Kampf um den NLB-Meistertitel ein Wörtchen mitreden wollen.

VBC Züri Unterland - Lausanne UC II 3:2 (25:13, 25:27, 22:25, 25:17, 15:9). VBC Züri Unterland: Häring; Brander, Gahr, Hinrichs, Walser, Bienz- Libero: Back - Einwechslungen: Schatzmann, Bigger, Schlatter.

VBC Züri Unterland - VBC Servette Star-Onex I 3:1 (21:25, 25:16, 25:20, 25:19). VBC Züri Unterland: Häring; Brander, Gahr, Bigger, Schatzmann, Schlatter- Libero: Back - Einwechslungen: Walser, Wachter.

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