Dienstag, 18. Februar 2020, 19.38 Uhr

Bericht vom 1. Tag der Nachwuchsschweizermeisterschaft


U15 Frauen

Voller Euphorie standen die Mädchen am Spielrand und lauschten der schweizer Nationalhymne. Die Nervosität und die Vorfreude waren greifbar. Genauso starten die Mädchen vom ZuZu U15 ins erste Spiel gegen Biel. Da auch die Gegner mit der Nervosität zu kämpfen hatten, gab es ein enges Spiel mit Höhen und Tiefen - doch die ZuZu Mädchen konnten am Ende ihren ersten Sieg des Tages feiern. Diesen Schwung wollten sie gleich in nächste Spiel gegen Aarberg mitnehmen. Doch dieser Gegner war stärker, auch wenn manchmal mit Glück. Am Ende reichte es leider nicht gegen dieses Team zu bestehen. Im dritten Spiel wartete das Team aus Lugano. Bereits beim Einspielen wurde den Mädchen klar, dass dieser Gegner sehr gut ist. Sie kämpften bis zu Letzt und gingen schlussendlich mit vielen Erfahrungen reicher aus dem Spiel. Es blieb das „stechen“. Gespannt warteten alle bis man wusste wer der Gegner sein wird. Das Team NUC oder den TSV Düdingen. Es war Düdingen! Die Mädchen gingen voll motiviert auf das Spielfeld und fighteten um jeden Punkt. Bei einem umkämpften Spiel hatte der TSV Düdingen am Ende die stärkeren Nerven und ein Quäntchen mehr Glück und gewann das Silberticket. Leider schieden die ZuZu`s dieses Jahr aus, konnten aber viele Erfahrungen und Erlebnisse sammeln. Und wer weiss vielleicht klappt es nächstes Jahr.


U16 Herren

Noch ziemlich verschlafen, aber voller Vorfreude, kamen die U16-Jungs am ersten SM-Tag in Amriswil an. Nach einem seriösen Einlaufen und Einspielen war dann aber die letzte Müdigkeit wie weggeblasen, denn mit der offiziellen Begrüssung, dem Abspielen der Nationalhymne und dem Aufrufen der Startsechs wurde den Jungs bewusst, dass es sich nicht einfach um ein normales Turnier, sondern um die Schweizermeisterschaft handelte.
Die Gegner in den Gruppenspielen kannten wir nicht, wussten aber, dass die Basler immer sehr stark waren. Dies war dann auch so, das erste Spiel gegen SC Gym Leonard Basel verloren wir ziemlich klar. Trotzdem war das Ziel nach wie vor, mindestens in den Kreuzvergleich zu kommen. Die ZuZu-Jungs waren hochmotiviert und sehr konzentriert und machten in den nächsten beiden Spielen gegen Fribourg und Colombier wenig Fehler. Somit gewannen wir beide Spiele klar mit 2:0 und standen als Gruppenzweiter im Kreuzvergleich.
Nun wollten sich die Jungs natürlich unbedingt das Silberticket holen! Der Gegner im Kreuzvergleich hiess Näfels und war uns von den Interregio-Turnieren bereits bekannt. Der erste Satz ging mit 20:25 an Näfels, was die ZuZu-Jungs aber nicht davon abhielt, weiterhin an den Sieg zu glauben. Im zweiten Satz beim Stand von 24:23 und somit Matchball für Näfels führte ein Angriffsball vom Gegner zu heftigen Diskussionen: die Näfelser bejubelten bereits ihren Sieg, der Schiedsrichter sah den Ball jedoch im Out, was uns zurück ins Spiel brachte. Jetzt war die Hölle los, beide Teams kämpften um jeden Ball und letztendlich hatten wir die besseren Nerven und gewannen den Satz noch mit 29:27. Nun musste das Tiebreak über den Einzug an den zweiten SM-Tag entscheiden. Auch der Entscheidungssatz war hart umkämpft, doch zum Schluss holten sich unsere Jungs den Satz mit 15:13 und somit das Silberticket!
Ein Riesenerfolg, der dank guter Stimmung im Team, grossem Kampfgeist und den Glauben an sich selbst möglich wurde!

U17 Frauen
Um möglichst gut vorbereitet zu sein fuhr das U17-Team und Coaches in Begleitung dreier Mütter bereits am Samstagabend nach Bern und übernachteten unweit der Sporthalle, wo am nächsten Tag das Unmöglich möglich gemacht werden soll. Nach einem ausgibigem Abendessen und einer kurzen Teamsitzung ging es dann auch zu einer Sportlerinnen gerechten Uhrzeit ins Bett.
Nach dem Frühstück in Hostel und einer kurzen Fahrt zur Halle begann das Aufwärmen vor dem 1. Spiel gegen NUC. Wir wussten, dass wir nur mit einer Topleistung das Spiel ausgeglichen gestalten können. Der Start verlief sehr gut aber trotz grosser Gegenwehr verloren wir den 1. Satz zu 17. Im 2. Satz machten uns die starken Aufschläge noch mehr zu schaffen und schnell war die Sache erledigt – wir verloren zu 13! Bevor wir uns zum Mittagessen aufmachten schauten wir gemeinsam den 1. Satz des Spiels unseren beiden weiteren Gegnerinnen (G&B Scuola Volley und VBC Steinhausen). Schnell war auch klar, dass wir gegen die Tessinerinnen – uns fehlten durchschnittlich etwa 10 cm Körpergrösse – sehr gute Block- und Verteidigungsarbeit leisten müssen, wenn wir nicht vom Platz gefegt werden sollten. Ebenso war klar, dass VBC Steinhausen in unserer Reichweite lag. Nach dem Pasta-Mittagessen und einer kurzen Ansprache ging es mit dem Einlaufen für das 2. Spiel los. Trotz einer taktischen Umstellung reichte es leider auch in diesem Spiel nicht. Unsere Aufschläge waren entweder zu fehlerhaft oder zu einfach um den notwendigen Druck erzeugen zu können und so konnten die Tessinerinnen ihr Spiel aufziehen. Nach gut 40 Minuten war der Spuck vorbei und auch das zwei Spiel 2:0 verloren (zu 13 und 14).
Im letzten Gruppenspiel ging es nun gegen VBC Steinhausen. Auch unsere Gegnerinnen hatten beide Spiele verloren und somit war klar, dass das Siegerteam in den Kreuzvergleich mit dem anderen Gruppenzweiten durfte. Wir waren von Anfang an voll bei der Sache und lagen immer mind. mit drei oder mehr Punkten voraus. So gewannen wir den 1. Satz mit 25:17. Trotz aller warnenden Worte der Coaches sank die Konzentration zu Beginn des 2. Satzes gegen null. Steinhausen lag schnell einmal mit einem grossen Vorsprung voraus. Die Aufschläge machten uns mehr zu schaffen als uns lieb war und dadurch konnten wir im Angriff kaum Druck erzeugen. So ging es nach verlorenem 2. Satz (zu 15) in den Entscheidungssatz. Neuer Satz, gleiches Spiel! Beim Stand von 2:8 wurden die Seiten gewechselt und unser Spiel war immer noch gleich fehlerhaft wie im 2. Satz. Als dann beim Gegner die Hände zu zittern begannen, schafften wir es nochmals heranzukommen. Beim Stand von 10:13 und 12:14 schenkten Aufschlagfehler Steinhausen die notwendigen Punkte für den Kreuzvergleich und für uns war die SM leider im 13. Rang bereits zu Ende.


U19 Frauen

Am Sonntagmorgen traffen wir uns schon um 6.50 Uhr in Zürich. Unser Luxus-Car vom Partnerverein Volero stand für unsere Reise nach Düdingen bereit. Als alle Spielerinnen eingetroffen waren, ging es los. Die erste Stunde verbrachten wir sehr ruhig. Alle waren noch am Schlafen, es war ja auch noch „cheibe früeh“.
In der Halle angekommen, bezogen wir unsere Garderobe und machten uns bereit für ein Footing draussen auf der Laufbahn. Nach einigen Runden hin und her ging es zurück in die Halle. Wir schauten dem ersten Spiel unserer Gruppe zu und machten bereits erste Einschätzungen. Bald darauf wärmten wir uns für das erste Spiel gegen Lugano auf. Dies war der stärkste Gegner aus unserer Gruppe und wir wussten, dass es ein hartes Spiel werden würde. Wir hatten eigentlich nur ein Ziel: Der Sieg sollte für unsere Gegner möglichst schwer sein. Wir fingen mit viel Freude und Motivation an, einzuspielen und feierten jeden gelungen Angriff. Auch ins Spiel selbst brachten wir viel Energie mit. So verloren wir den ersten Satz nur zu 23. Der zweite war dann nicht mehr so gut: Unsere Gegner waren inzwischen ins Spiel gekommen und wir hatten nur noch wenig Chancen. So mussten wir das Feld geschlagen räumen.

Lange hatten wir aber nicht Zeit, um unseren Verlust zu verdauen. Denn gleich anschliessend spielten wir gegen Düdingen. Sie waren unser schwächster Gegner und relativ einfach zu schlagen. Mit einem Sieg in der Tasche ging es in die Mittags-Pause. Zwei Stunden hatten wir Zeit, um eine Portion Pasta zu verdrücken und etwas zu entspannen.
Das dritte Spiel gegen Köniz war wieder eine grössere Herausforderungen. Unser Trainerteam schätze sie etwa ähnlich stark wie uns ein, also waren sie bei einem guten Spiel von unserer Seite zu schlagen. Leider war dies aber nicht der Fall. Wir machten viele Eigenfehler und verloren dadurch schnell den Mut. So spielten wir eher schlecht als recht und verloren das Spiel. Dadurch waren wir Gruppendritte und mussten gegen den Gruppenzweiten Chesaux im Kreuzvergleich. Wir wussten, dass es jetzt um alles ging: Entweder wir gewannen und holten das Silber-Ticket oder verloren und die SM war fertig für uns. Mit viel Motivation starteten wir und freuten uns über alle Punkte. Wir waren aber alle müde und so fehlte die Stimmung auf dem Feld. Mit vielen Fehlern vergaben wir viele Punkte. Der zweite Satz war zwar noch einmal deutlich besser, aber auch diesen verloren wir zu 19. Damit war die SM für uns zu Ende.


U20 Herren
Auf die Mission Silberticket freuten sich die U20-Jungs schon lange. Silbertickets erhalten die Mannschaften, die sich für den 2. SM-Tag qualifizieren und das war unser grosses Ziel. Wir wurden für den 1. SM-Tag in Le Locle eingeteilt und entschieden uns, am Sonntagmorgen mit dem Zug anzureisen. Statt uns auf dem Weg gemütlich auf die Schweizermeisterschaften einzustimmen, mussten wir, bevor die Spiele überhaupt begannen, eine erste Challenge meistern: Rechtzeitig anzukommen… Ausfall des Intercitys nach Neuenburg, Ersatzzug ohne Lokführer, etc. führten dazu, dass wir viel später und mit reichlich mehr Hektik als geplant vor Ort waren, aber immerhin noch rechtzeitig auf das erste Spiel.
Der Aufregung geschuldet starteten wir äusserst schlecht in die Partie gegen das favorisierte Jona (letztjähriger Vize-Schweizermeister) und lagen gleich 0:8 hinten. Dank der guten Stimmung im Team fingen wir uns auf, kamen besser ins Spiel und hielten über lange Strecken gut mit. Am Schluss verloren wir aber dennoch deutlich mit 0:2 Sätzen (15:25, 16:25). Gleich anschliessend spielten wir gegen TV Lunkhofen. Dieser Match war ausgeglichen mit leichten Vorteilen auf unserer Seite. Den ersten Satz gewannen wir klar (25:16), der zweite ging nach einer unserer seltenen Schwächephasen zum Schluss des Satzes an Lunkhofen (19:25). Somit musste das Tiebreak entscheiden. Dieses entwickelte sich zu einem wahren Krimi, aber die ZuZu-Jungs behielten die Nerven und gewannen verdient mit 15:13. Dieser Sieg war eminent wichtig, denn nun wartete VBC Thun auf uns im Kreuzvergleichsspiel, das klar schwächer einzustufende Team der anderen Gruppe. Dank unseres variantenreichen und sehr soliden Spiels gewannen wir souverän. Die Qualifikation für den 2. SM-Tag war geschafft! Mission completed!
PS: Müde, stolz und zufrieden machten wir uns auf den weiten Heimweg. Dieser verlief übrigens reibungslos

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